"Zusammen sind wir Lichtermeer"

Diskussion im Lichtermeer: Die Offene Gesellschaft startet Gesprächsbewegung


Digitalisierung, Flucht, Fake News – wir leben in rasanten Zeiten. Das kann ziemlich anstrengend werden, wenn wir allein mit unseren Gedanken vor dem Smartphone hängen. Genau deshalb startet die Initiative "Die offene Gesellschaft" die Lichtermeer-Bewegung. Wir haben das neue Gesprächsformat getestet.

Auf dem Schreibtisch von Michael Vollmann landet ein großes Päckchen. Es ist vollgepackt bis obenhin: Eine Solar-Lampe, ein Stapel Postkarten, Faltblätter, ein Buch... Absender: "Die Offene Gesellschaft". Michael, Leiter der nebenan.de Stiftung, trommelt das Team zusammen, um das neue Gesprächsformat "Zusammen sind wir Lichtermeer" zu testen.

"Die Offene Gesellschaft" setzt sich dafür ein, dass wir wieder mehr miteinander reden – über die relevanten Themen, die uns beschäftigen. Darüber, wie wir uns die Zukunft unserer Gesellschaft vorstellen. Denn oft fühlen wir uns überfordert von den Nachrichten, die täglich auf uns einprasseln. Die Debattenkultur im Netz ist aggressiv, hysterisch und nicht selten hasserfüllt – und führt dazu, dass viele einfach abschalten und gar nicht mehr mit diskutieren wollen.

Michael trommelt das Team zusammen um das Gesprächsformat  zu testen.
Michael trommelt das Team zusammen um das Gesprächsformat zu testen.

Michael stellt die kleine Solar-Lampe in der Sitzecke auf und erklärt das Prinzip: Im Schein der Lampe sollen sich Menschen treffen und austauschen, was ihnen zu bestimmten Themen unter den Nägeln brennt. Jeder Lichtermeer-Abend kann anders sein: Dafür gibt es im Paket eine kleines Heft mit acht verschiedenen Vorschlägen.

Von der "freien Gesprächsrunde" über "Die 3 Fragen zum Glück" bis zum Format "Raus aus der Bubble", wo gezielt Menschen zusammen kommen sollen, die sonst nicht miteinander sprechen. Beispiel-Thema: Was macht uns ins dieser Nachbarschaft glücklich und was nicht?

Die offene Gesellschaft ruft zu einer Gesprächsbewegung auf
Die offene Gesellschaft ruft zu einer Gesprächsbewegung auf

Das Ziel der Lichtermeer-Bewegung ist, bis zum 1. Januar 2018 etwa 100 junge Engagierte zu finden, die gerne Menschen zusammenbringen und Gesprächsabende organisieren möchten. Mit FreundInnen, Bekannten, Nachbarn oder Fremden – zu Hause, Vereinszentren oder Kneipen.

Gemeinsam sollen die Lichtermeer-Abende ein Zeichen für Offenheit, Austausch und neuen Zusammenhalt setzen.

Bei unserem Lichtermeer-Abend hat sich das Gespräch natürlich zuerst um das Thema Nachbarschaft gedreht und sich dann schnell verselbstständigt. Es ging um einsame Menschen, die Flüchtlingskrise und Migration und ganz hitzig auch um die Entwicklung auf dem Berliner Wohnungsmarkt. Unserem Team hat es großen Spaß gemacht, das Lichtermeer-Paket zu testen. Michaels Kollegin Lena erzählt, wie gut das Format funktioniert hat:

Wir waren echt überrascht, dass es nach einem kurzen Einstieg so einfach war, über große gesellschaftliche Herausforderung zu sprechen! Und dass tatsächlich eine Gesprächsatmosphäre entstanden ist, die eine ernsthafte Diskussion unter den Mitarbeitern erzeugt hat. Wir bei nebenan.de sind ja alle politische und sozial interessierte Menschen, aber zu einer solchen politischen Diskussion kommt es im Alltag doch selten. Es hat mal richtig gut getan, so darüber zu reden!

Hast du auch Interesse?Dann kannst du jetzt dein eigenes Lichtermeer-Paket anfordern und
Hüterin oder Hüter einer Lichtermeer-Lampe werden...

... und loslegen!
Tags Created with Sketch. Gastbeiträge Gesellschaft Engagement
Hannah Kappes | nebenan.de

Hannah Kappes arbeitet seit 2017 im Kommunikationsteam von nebenan.de. Zuvor war sie als Journalistin und Producerin für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk tätig.

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