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Krisenvorsorge in Wiesbaden: Eine Nachbarschaft organisiert sich


Wie kann Nachbarschaft im Notfall helfen? Eine Gruppe aus Wiesbaden tauscht sich über Krisenvorsorge aus – und zeigt, wie aus einem Beitrag bei nebenan.de ein lokales Netzwerk entstehen kann.

Vorbereitet sein, ohne Angst zu machen

Krisenvorsorge klingt für viele erst einmal groß und beängstigend. Dabei beginnt sie oft mit einfachen Fragen: Habe ich das Nötigste zu Hause? Wen kann ich im Notfall erreichen? Und wer in meiner Nähe braucht vielleicht Unterstützung?

Genau diese Fragen stellte sich Nachbarin Manuela aus Wiesbaden. Nachdem sie neu in ihre Wohngegend gezogen war, kannte sie dort noch kaum jemanden. Über nebenan.de suchte sie deshalb nach Nachbar:innen, die sich zum Thema Krisenvorsorge austauschen wollten. In ihrem Beitrag machte sie direkt klar: „Es geht mir nicht ums Bunkerbauen, sondern einfach nur darum, im Fall der Fälle vorbereitet zu sein.“

Stärke durch Selbstverantwortung

Für Manuela bedeutet gute Krisenvorsorge vor allem, handlungsfähig zu bleiben. Jede:r sollte sich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten vorbereiten, damit im Ernstfall mehr Unterstützung für Menschen da ist, die sich nicht allein helfen können. „Gute Krisenvorsorge bedeutet Vorkehrungen treffen, um nicht Teil des Problems zu werden”, sagt sie. 

Sie vergleicht das mit Erster Hilfe: Wer weiß, was zu tun ist, kann in einer schwierigen Situation ruhiger reagieren und andere besser unterstützen.

Gleichzeitig hört Vorsorge nicht an der eigenen Wohnungstür auf. In der Nachbarschaft können Erfahrungen geteilt, Wissen gebündelt und Kontakte aufgebaut werden. So entsteht ein Netzwerk, das Sicherheit geben kann, bevor überhaupt etwas passiert.

Was die Gruppe konkret anpackt

Beim ersten Treffen ging es vor allem ums Kennenlernen. Mit dabei waren auch Christine, Jens, Tobias und Markus, die sich weiterhin in der Gruppe engagieren. Inzwischen gibt es eine Gruppe bei nebenan.de und zusätzlich eine Signal-Gruppe für schnelle Kommunikation.

Ein wichtiges Thema ist die Frage, wie Nachbar:innen auch bei Strom- oder Internetausfall erreichbar bleiben können. Dafür sammelt die Gruppe erste Ideen und tauscht Wissen aus.

Außerdem möchte die Gruppe ältere und hilfsbedürftige Menschen miteinbeziehen. Die Nachbar:innen überlegen deshalb, wie Unterstützung praktisch aussehen kann: Wer braucht im Ernstfall Hilfe? Wie erfährt man davon? Und wie lässt sich Hilfe anbieten, ohne aufdringlich zu sein?

Viele in der Gruppe haben beruflich oder privat schon Verantwortung für andere Menschen getragen. Diese Erfahrung kann helfen, Aufgaben gemeinsam anzugehen. Und manchmal gibt auch schon das Wissen Halt, nicht allein zu sein: „Selbst, wenn es nur mental ist und man Gewissheit hat, dass man – mit welcher Situation auch immer – nicht allein ist.“

nebenan.de als Ausgangspunkt

Für die Gruppe hat sich nebenan.de als guter Ort erwiesen, um diese Vernetzung anzustoßen. 

„nebenan.de ist eine geeignete Plattform, um die unmittelbare Nachbarschaft zu vernetzen“

Der Austausch bei nebenan.de kann helfen, offener über Krisenvorsorge zu sprechen. Wer sieht, dass auch andere Nachbar:innen Fragen haben, fühlt sich oft weniger allein damit. Der Wunsch der Gruppe ist, dass ein offener Umgang mit dem Thema selbstverständlicher wird. In Wiesbaden ist dafür ein erster Schritt entstanden – direkt in der Nachbarschaft. Und die Gruppe soll weiter wachsen: Wer aus der Umgebung Interesse hat, kann dazukommen und sich einbringen.


Möchtest du neue Kontakte in deiner Nähe knüpfen und dich lokal vernetzen? Bei nebenan.de findest du Menschen aus deiner Umgebung, die Alltag, Wissen und Unterstützung teilen.

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Tags Created with Sketch. Krise Hilfe
Ria Schmidt | nebenan.de

Ria arbeitet seit 2024 im Content Team von nebenan.de. Für sie bedeutet Nachbarschaft, die lokalen Läden zu unterstützen und für die Menschen im Kiez da zu sein.