Bild: Maximilian Gödecke
Bild: Maximilian Gödecke

„Oh Tannenbaum“ und Wichtelrunden: So feiern Nachbar:innen die Adventszeit


Advents-Mini-Märkte und gemeinsam Gutes tun – Nachbar:innen sorgen mit verschiedenen Aktionen für Weihnachtsstimmung in ihrem Viertel. Lass dich von diesen Ideen für mehr Miteinander in der Weihnachtszeit inspirieren.

Auch in diesem Jahr lassen sich viele Nachbar:innen besonders schöne Aktionen einfallen, um gemeinsam für eine schöne Adventszeit zu sorgen. 

Diese vier Nachbar:innen zeigen, wie sie ihre Nachbarschaft in Weihnachtsstimmung bringen:

Weihnachtszauber auf den Advents-Mini-Märkten

Tanja aus Marburg plant schon länger gemeinsam mit ihren Nachbar:innen einen Adventsmarkt. Als sich die pandemische Situation verschlechtert, müssen sie umplanen: Aus einem großen Adventsmarkt werden stattdessen die „Wehdaer Advents-Mini-Märkte“.

Nachbar:innen verkaufen zum Beispiel ihre selbstgemachte Marmelade.

Der Bauernhof nebenan bietet für die Veranstaltung genügend Platz, sodass die Besucher:innen mit genügend Abstand über den Markt schlendern können. Bei nebenan.de lädt Tanja ihre Nachbar:innen dazu ein, jeden Freitag bis Weihnachten dort draußen zusammenzukommen, um gemeinsam die Adventszeit zu genießen. Außerdem können die Nachbar:innen hier Selbstgemachtes anbieten, sich an einem Wichteltisch beteiligen und singen oder musizieren. 

„Die Nachbar:innen wussten vorher nicht, dass es Honig aus Wehrda gibt oder dass jetzt wieder Kartoffeln und Kürbisse bei uns angebaut werden“, erzählt Tanja nach dem ersten Advents-Mini-Markt.

Die kleinen Märkte verlaufen persönlich und improvisiert und bieten eine gute Gelegenheit, sich in der Nachbarschaft besser kennenzulernen.

„Obwohl man Tür an Tür wohnt, treffen sich manche Nachbar:innen beim Advents-Mini-Markt zum ersten Mal”, berichtet Tanja. Sie ist begeistert, was ihrer Nachbar:innen teilweise alles selbst herstellen: Von Naturkosmetik bis Babyhosen ist alles dabei! 

Weihnachtliche Wichtelrunde in München

Tansu ist ganz neu bei nebenan.de dabei und freut sich darüber, dass sie über die Nachbarschaftsplattform in der Großstadt München einfach und unkompliziert Menschen aus ihrer Nähe kennenlernen kann. 

Sie liebt die Weihnachtszeit sehr und ist deswegen sofort begeistert, als sie den Beitrag über das Nachbarschafts-Wichteln entdeckt. Kurz darauf verfasst sie einen eigenen Beitrag bei nebenan.de und lädt ihre Nachbar:innen zu einer gemeinsamen Wichtelrunde ein:

„Hallo meine lieben Nachbar:innen! Mein Freund und ich sind neu in der Nachbarschaft und haben Lust auf ein Nachbarschaftswichteln.

Alle besorgen ein kleines Geschenk (z.B. in einem lokalen Geschäft). In der Weihnachtswoche bekommt jede:r eins und verschenkt ein anderes. Also, wer ist dabei? Ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere Lust hat, sich die Weihnachtszeit mit ein wenig Freude bereiten zu versüßen."

Bild: nebenan.de
Tansu ruft ihre Nachbar:innen zum Wichteln auf.
Die Wichtel dürfen selbst entscheiden, wie die Geschenke überreicht werden.

Kurz darauf melden sich die ersten Nachabr:innen bei ihr und es geht an die Organisation: Noch ist die Wichtelgruppe aus sieben Wichteln offen für weitere Teilnehmende. Die finalen Wichtel werden dann Mitte Dezember ausgelost und Tansu teilt jedem mit, wen er/sie beschenken darf.

Alle Teilnehmenden können selbst entscheiden, wie die Geschenke überreicht werden. Ein Treffen in großer Wichtelrunde wurde wegen der aktuellen Situation sicherheitshalber auf das nächste Jahr verschoben.

Tansu freut sich über ihren erfolgreichen Beitrag und ist gespannt auf die Fotos von den Geschenken, die die Nachbar:innen anschließend bei nebenan.de teilen wollen.

Gemeinsam Gutes tun in Berlin

Lisa aus Berlin hat sich bereits im letzten Jahr mit ihren Nachbar:innen dazu entschlossen, die Zeit vor Weihnachten für einen besonderen Zweck zu nutzen: Bedürftigen in der Nachbarschaft helfen. Gemeinsam zogen sie kurz vor Heiligabend los und versorgten obdachlose Menschen am Bahnhof Zoo mit Selbstgebackenem und anderen Kleinigkeiten. Die Bedürftigen freuten sich sehr über diese Geste und so beschloss Lisa, die Nachbarschaftsaktion in diesem Jahr zu wiederholen.

Bei nebenan.de informierte sie ihre Nachbar:innen über ihr Vorhaben und fand schnell den einen oder die andere Mitstreiter:in. Am ersten Advent trafen sich die Nachbar:innen erstmals für eine Verteilung am Bahnhof Zoo – ausgestattet mit selbstgemachtem Gebäck, Masken und Desinfektionsspray. Am zweiten Advent verteilte Lisa zusammen mit einer Freundin Gebäckkugeln, Muffins und Masken. 

Sie wird auch auch an den nächsten Sonntagen mit ihren Nachbar:innen losgehen, um den obdachlosen Personen am Bahnhof Zoo ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und hofft auf noch mehr Beteiligung:

„Das Backen und Verteilen der Dinge war – und ist immer wieder – eine schöne Sache, nicht nur für die Beschenkten, sondern auch für uns.“

Bild: Lisa Stybor
Lisa backt an den Adventssonntagen für Bedürftige.

Lisas Tipp: Beim Backen am besten möglichst wenig Zucker benutzen und
bevorzugt Rezepte für weiches Gebäck nehmen. Dabei Nüsse oder andere
grobe Zutaten klein raspeln, da manche der bedürftigen Personen Probleme
mit den Zähnen haben.

Kölner Weihnachtsbaum erhellt die Nachbarschaft

Der Weihnachtsbaum auf dem Hermeskeiler Platz in Köln hat in Sabines Nachbarschaft eine lange Tradition und sorgt zuverlässig für Weihnachtsstimmung im Viertel. Bisher wurde dieser von der Interessengemeinschaft der Krieler Geschäftsleute finanziert. Als es auf einmal keinen Baum mehr auf dem Platz gibt, weil nicht genügend Geld zusammenkam, trübt das die Stimmung in der ganzen Nachbarschaft.

Sabine lernt den Organisator der Baumaktion kennen: Den Buchhändler Michael Ross von der Buchhandlung „Baskerville”. Gemeinsam setzen sie sich für die Rückkehr des Weihnachtsbaums ein und organisieren Spenden von Geschäftsleuten und Ärzt:innen. Seitdem wird der Weihnachtsbaum mit „Spendensternen” geschmückt, die einige der Unterstützer:innen sichtbar machen. 

Im letzten Jahr wurde es durch Corona problematisch und die Finanzierung des weihnachtlichen Tannenbaumes war erneut in Gefahr. Dieses Mal aktivierte Sabine in Absprache mit dem Organisator Michael Ross zusätzlich ihre gesamte Nachbarschaft bei nebenan.de und startete eine Spendenaktion, um den beliebten Baum zurückzuholen – mit Erfolg! Am Ende erstrahlte der Weihnachtsbaum erneut auf dem Hermeskeiler Platz.

Der geschmückte Weihnachtsbaum erfreut die Nachbarschaft.

Auch in diesem Jahr startete Sabine einen Spendenanruf bei nebenan.de – denn schon wieder mussten die Nachbar:innen um den geliebten Weihnachtsbaum bangen. Zudem konnte der vorbestellte Weihnachtsbaum kurzfristig nicht geliefert werden. Wieder will Sabine eine Lösung finden:

Durch einen weiteren Aufruf bei nebenan.de findet sie den Tannenbaumlieferant Lars, der innerhalb einer Woche einen neun Meter hohen Tannenbaum für die Nachbarschaft vorbeibringt. Als der Baum am Ende rechtzeitig zum ersten Advent geschmückt und aufgestellt wird, fällt Sabine ein Stein vom Herzen. Jetzt erstrahlt der Weihnachtsbaum endlich wieder auf dem Platz.

„Er bringt einen kleinen Licht- und Hoffnungsschimmer in die Zeit“, freut sich Sabine. 

Hinweis: Achtet bei eurer Nachbarschaftsaktion auf die aktuell geltenden Corona-Regelungen und plant eure Weihnachtsaktion so, dass sich alle Beteiligten sicher fühlen können.


Du möchtest auch für mehr Weihnachtsstimmung in deiner Nachbarschaft sorgen? Schreibe einen Beitrag bei nebenan.de und initiiere eine Nachbarschaftsaktion.

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Lara Schübeck | nebenan.de

Lara verstärkt das Kommunikationsteam von nebenan.de seit Oktober 2021 als Praktikantin. Sie studiert Sprache und Kommunikation im Master an der Universität Greifswald.

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