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Rückenwind für Klimastreiks: Nachbarn unterstützen „Fridays for Future“


Angespornt von der 16-jährigen Greta Thunberg schließen sich in Deutschland zehntausende Schüler*innen den „Fridays for Future“ Protesten an. Auch Nachbarn aus den älteren Generationen stärken ihnen den Rücken – so wie Uwe und Karlheinz.

Uwe aus Dortmund (Bild: privat)
Uwe aus Dortmund (Bild: privat)

Es ist der 15. März 2019. Uwe steht gemeinsam mit 3.000 Menschen auf dem Friedensplatz in Dortmund: Heute ist er mittendrin in den „Fridays for Future“ Protesten, die lautstark ein Umdenken für besseren Klimaschutz fordern. Dieses Mal sind neben ihm auch viele andere Erwachsene dabei, auch aus seiner Nachbarschaft. Das war anfangs nicht der Fall, erinnert sich Uwe.

„Ich finde es extrem wichtig und toll, dass es Jugendliche gibt, die sich für die Umwelt, ihre Zukunft und die Politik, die sie bestimmt einsetzen“, erklärt Uwe begeistert. Als Ende 2018 die ersten Schulstreiks und Demonstrationen in Deutschland stattfinden, ist ihm schnell klar: Da will er dabei sein!

Gesagt getan. An einem Freitag im Januar 2019 geht er auf die demonstrierenden Schüler zu und spricht sie an. „Ich will das hier miterleben und nicht nur in der Zeitung nachlesen“, erklärt er. Er ist willkommen. Seitdem ist Uwe immer wieder freitags mit rund 300 Schülern in Dortmund unterwegs. Er will das Engagement der Jugendlichen unterstützen und steht ihnen bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite.

Seine Erfahrungen mit „Fridays for Future“ teilt er mit seinen Nachbarn auf der Nachbarschaftsplattform nebenan.de und lädt sie zur großen generationsübergreifenden Demonstration am 15. März 2019 ein:

(Screenshot: nebenan.de)
(Screenshot: nebenan.de)

„FRIDAY FOR FUTURE Freitage für die Zukunft!

Ab jetzt bauchen die Schüler Unterstützung von Müttern, Vätern, Schwestern, Brüder, Omas, Opas, Tanten, Onkel, Freunden und Nachbarn!

In über 150 deutschen Städten am gleichen Tag. Es ist nicht nur ihre ZUKUNFT, es ist auch unser Planet! Wir haben nix zum Wechseln.

Kommt ALLE und unterstützt unsere Kids, seid stolz darauf, dass sie sich nicht mehr alles gefallen lassen. Ich bin 62 Jahre und regelmäßig dabei!“

Viele Nachbarn reagieren auf Uwes Aufruf und am besagten Tag steht er mit über 20 Nachbarn auf dem Friedensplatz in Dortmund. Insgesamt sind zehnmal so viele Menschen wie sonst zusammengekommen, um für die Zukunft des Planeten zu demonstrieren.

„Nachbarschaft for Future“

Nach der großen Aktion teilen Uwe und seine Nachbarn ihre Eindrücke mit den anderen 4.000 registrierten Nutzern aus dem Dortmunder Klinikviertel und den umliegenden Nachbarschaften bei nebenan.de:

(Screenshot: nebenan.de)
(Screenshot: nebenan.de)

„Großartige Demo mit ca. 3000 Teilnehmern. Tolle Stimmung trotz Regen“, schreibt Uwe.

Nachbarin Rita sieht das genauso: „So eine tolle Atmosphäre habe ich schon lange nicht mehr erlebt auf einer Demo. Ich bin stolz auf diese jungen Leute!“

Auch Nachbarin Christa war mit dabei und schreibt: „Es war sehr beeindruckend und auch berührend, mit diesen Kindern und Jugendlichen gemeinsam für einen besseren Umgang mit unserem Planeten auf die Straße zu gehen. Danke!“

Andrea bedankt sich bei Uwe für seine Initiative: „Danke nochmal an Uwe, dass du hier bei nebenan.de darauf aufmerksam gemacht und so unsere Teilnahme initiiert hast!“ Uwe freut sich, dass er seine Nachbarn motivieren konnte, sich ihm anzuschließen. Für ihn ist klar:

Nachbarschaft und Engagement greifen ineinander. Wir haben alle das Recht, unsere Umgebung und unsere Zukunft mitzugestalten.

Nachbarn aus ganz Deutschland machen mit

Karlheinz aus Frankfurt (Bild: privat)
Karlheinz aus Frankfurt (Bild: privat)

„Mein Bauchgefühl sagte mir: Hier musst du als Botschafter agieren und eine Brücke bauen zwischen Jugendlichen und Erwachsenen, für diese tolle Idee“, erzählt Karlheinz aus Frankfurt am Main.

Am ersten Februar war er das erste Mal bei „Fridays for Future“ dabei ­– für ihn die erste Demonstration in seinem ganzen Leben.

"Es war für mich sehr befreiend. Nur gute Gefühle und jugendliche Power um mich herum."

Er ist begeistert von der friedlichen Atmosphäre und der Energie, die die Jugendlichen mitbringen. Ihre Sprüche, die Power und die Freude in den Gesichtern stecken ihn an: „Hier bin ich richtig!“

Bei nebenan.de lädt er seine Nachbarn dazu ein, sich gemeinsam mit ihm und den anderen Erwachsenen hinter die Jugendlichen zu stellen und sie zu unterstützen. Der Brückenschlag zwischen Schülern und Erwachsenen ist in Frankfurt gelungen, findet Karlheinz. Die Gruppe der erwachsenen Demonstranten wächst stetig. Am 1. Februar waren es nur 5, am 1. März schon 50. Am 15. März demonstrieren dann 1.000 Erwachsene auf dem Opernplatz in Frankfurt gemeinsam mit Jugendlichen für die Zukunft des Planeten.

Die Bewegung ist in allen Generationen angekommen!

Karlheinz ist sich sicher, dass gerade Engagement in der Nachbarschaft und der direkten Umgebung viel bewirken kann. In seiner Frankfurter Nachbarschaft „Heddernheim“ haben sich die Bewohner zu der Gruppe „Heddernheim im Wandel“ zusammengetan und verabreden sich über nebenan.de regelmäßig zum Stammtisch.

Ich bin froh, in so einer engagierten Nachbarschaft zu leben. Wir brauchen Respekt zu den Menschen und den Mut wieder miteinander zu reden.

Uwe und Karlheinz sind nur zwei von vielen Nachbarn in Deutschland, die sich bei nebenan.de mit ihrer Nachbarschaft zusammentun, um sich gemeinsam mit der Bewegung „Fridays for Future“ für das Klima und die Zukunft unseres Planeten einzusetzen. 


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Johanna Meinel | nebenan.de

Johanna Meinel unterstützt das Kommunikationsteam von nebenan.de seit April 2018. Die Masterstudentin hat zuvor ihren Bachelor in den Fächern Skandinavistik und Volkswirtschaftslehre abgeschlossen.

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