Älterer Mann mit Rollstuhl in Begleitung einer Frau im Winter
Bild: KI-generiert

Stromausfall in Berlin: Die Nachbarschaft hält zusammen


Kein Strom, keine Heizung, aber ganz viel Zusammenhalt: Beim Stromausfall im Berliner Südwesten zeigte sich, wie stark Nachbarschaft sein kann, wenn Infrastruktur ausfällt. Bei nebenan.de wurde geholfen, geteilt und aufgemuntert – und deutlich, wie wichtig digitale Räume für gelebte Nachbarschaft sind.

Strom weg – und plötzlich wächst Zusammenhalt

Der Stromausfall Anfang Januar im Berliner Südwesten hat vieles lahmgelegt: Licht, Heizung, Handyempfang. Doch was nicht ausgefallen ist, war das Miteinander.

In Zehlendorf, Lichterfelde, Nikolassee und anderen betroffenen Kiezen war auf einmal nichts mehr selbstverständlich. Doch die Nachbarschaft reagierte – schnell, pragmatisch und solidarisch. Bei nebenan.de wurde klar: Niemand muss in so einer Situation allein bleiben.

So zeigt sich Nachbarschaft, wenn’s drauf ankommt

Schon kurz nach dem Ausfall vernetzten sich auf nebenan.de Hunderte Menschen: Mit Hilfsangeboten, Tipps und offenen Fragen. Viele boten ihre warme Wohnung zum Aufwärmen an, luden zum Tee ein oder stellten Steckdosen und Auflade-Akkus zur Verfügung. Wer noch einen Gasherd hatte, kochte für andere mit. Auch barrierefreie Wohnungen wurden angeboten, für Menschen, die dringend eine sichere Unterkunft brauchten.

Besonders schön: Als jemand für seine Fische ein neues Zuhause suchte, stellte ein Nachbar kurzerhand sein Aquarium zur Verfügung. Und wer mit Hund eine Unterkunft brauchte, bekam in den Kommentaren Tipps für tierfreundliche Hotels. 

Diese Beispiele zeigen: Wenn klassische Notfallstrukturen an ihre Grenzen stoßen, hilft oft die eigene Nachbarschaft.

Hilfe heißt auch: Wissen teilen

Wann sollte man das Wasser besser abdrehen, um Leitungen zu schützen? Wer ersetzt mögliche Schäden? Viele teilten eigene Erfahrungen, gaben Tipps zur Kostenübernahme durch Versicherungen oder halfen beim Organisieren von Notunterkünften.

Was uns auffiel: Es ging nicht um große Gesten, sondern um schnelle, alltagstaugliche Hilfe – geteilt von Menschen, die sich vorher vielleicht nie begegnet sind. So wurde nebenan.de in kurzer Zeit zur Anlaufstelle für Unterstützung, Infos und echte Gemeinschaft im Kiez.

Lokale Läden helfen mit

Auch viele Gewerbetreibende im Kiez zeigten Einsatz. Einige Cafés und Restaurants öffneten spontan, obwohl sie eigentlich noch im Winterurlaub waren.

Sie boten heiße Suppe oder Getränke an, richteten Aufwärmplätze ein oder stellten Steckdosen zur Verfügung. Wer vorbeikam, konnte sich aufwärmen, durchatmen oder mit anderen austauschen.

Solche Angebote waren für viele nicht nur praktisch, sondern ein klares Zeichen: Auch das lokale Gewerbe ist Teil der Nachbarschaft. Und da, wenn es darauf ankommt.

Was du tun kannst – nicht nur im Notfall

Nicht nur in Krisensituationen ist es gut, aufeinander achtzugeben. Auch im Alltag gibt es viele Momente, in denen die Nachbarschaft helfen kann, ganz ohne großen Aufwand.

  • Teile, was du hast: Eine heiße Dusche, eine freie Steckdose, ein Platz am Tisch. Oft sind es die kleinen Dinge, die zählen.

  • Gib weiter, was du weißt: Vielleicht hast du Erfahrungen mit Versicherungen, Energiesparen oder Notfällen. Andere freuen sich über praktische Tipps.

  • Sei aufmerksam im Alltag: Ein kurzer Gruß im Treppenhaus, ein Beitrag bei nebenan.de oder ein „Brauchst du was?“ Manchmal ist das schon alles, was es braucht.

So entsteht Vertrauen und ein Netzwerk, das auch dann hält, wenn es schwierig wird.


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Finde bei nebenan.de Menschen, die im Alltag füreinander da sind – nicht nur in der Krise.

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Tags Created with Sketch. Krise Nachbarschaftshilfe Solidarität
Ria Schmidt | nebenan.de

Ria arbeitet seit 2024 im Content Team von nebenan.de. Für sie bedeutet Nachbarschaft, die lokalen Läden zu unterstützen und für die Menschen im Kiez da zu sein.