Bild: K. Paukshtite

Wenn das Leben dir einen Korb gibt, geh Pilze sammeln


Auch wenn es das Leben gerade gut mit dir meint, kann das Sammeln eigener Pilze eine echt wohltuende Beschäftigung sein.
Wo jedoch anfangen, wenn man eigentlich nicht viel über die Welt der Pilze weiß?

Der Herbst ist ja bekanntlich die schönste Jahreszeit. Kürbisse in allen Variationen, Drachen steigen lassen mit den Kindern, sich ohne schlechtem Gewissen Zuhause mit einem Kakao einkuscheln und natürlich ausgiebige Spaziergänge im Wald:

(Bild: cottonbro / pexels)
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Gibt es etwas Schöneres, als die warme Herbstsonne, die durch die Baumkronen hindurch scheint, während der Duft der goldenen Laubbäume in der Nase kitzelt - und man endlich wieder auf Pilzsuche gehen kann?

Im Herbst ist Pilzsaison. In diesem Jahr hat diese jedoch aufgrund der warmen, feuchten Witterung schon etwas früher als sonst, bereits Ende Juli begonnen. Dabei wächst jedoch nicht jeder Pilz zur gleichen Zeit.

Wer etwas Spezielles sucht, sollte daher wissen, wann er:sie sich auf die Suche begibt. Ansonsten ist der Herbst die ertragreichste Zeit. 

Essbare Pilze finden

Ob Herbsttrompete, Maronen-Röhrling, Perlpilz oder Bovist – die deutschen Wälder bieten eine Menge köstlicher Pilze. Doch auf jeden essbaren Pilz kommen unzählige giftige Varianten.
Wo also mit dem Sammeln anfangen, wenn man sich nicht auskennt?

Der beste Rat ist, sich eine Begleitung zu schnappen. Einfach mal in der Familie oder der Nachbarschaft umhören – im Haus oder in der Straße wohnt mit Sicherheit ein:e geheime Pilzexpert:in und hat Lust, das Wissen weiterzugeben.

Wer sich lieber ganz allein heranwagen möchte, sollte auf jeden Fall ein Buch oder eine entsprechende App zur Bestimmung von Pilzen zur Hand nehmen.

(Bild: cottonbro / pexels)
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Auf diesem Wege lernt man sehr viel, da jeder Pilz aufs Neue genauestens inspiziert und mit den angegebenen Eigenschaften abgeglichen werden muss.

  • Hat der Pilz eine Lamellenstruktur oder einen Schwamm?

  • Unter welchen Bäumen wächst er?

  • Wie ist die Oberflächenstruktur des Hutes, wie die des Stils?

  • Wächst er in Gruppen oder allein?

Es gibt so viele Aspekte, auf die man achten kann, dass man beinahe niemals auslernt.

Aufgepasst: Auf den Geruchssinn, der uns sonst vor ungenießbaren Lebensmitteln warnt, kann man sich hier nicht verlassen.
So riecht der hochgiftige Grüne Knollenblätterpilz beispielsweise sehr lieblich nach Honig.  

Doch wo sucht man eigentlich am Besten?

Je nach Standorttyp siedeln sich verschiedene Pilze an - fast überall lassen sich jedoch auch essbare Pilze finden. Es gibt Arten, die eher Wiesen bevorzugen, ebenso wie Arten, die sich eher auf dem Boden von Laubwäldern oder auf Baumstümpfen wohler fühlen.

Zu Beginn ist es meist leichter, sich auf die “klassischen” Röhrlinge mit Hut und Stiel zu fokussieren. Diese finden sich zumeist auf Waldböden, weswegen Wälder die beliebtesten Orte zum Suchen sind.

Fündig werden kann man meist auf allen Flächen, an denen der Boden nicht von zu vielen krautigen Pflanzen bedeckt ist.

(Bild: cottonbro / pexels)
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Konkreter kann es helfen, unter bestimmten Bäumen zu suchen.
So findet sich der Birkenpilz meist unter Birken und die Eichenrotkappe meist unter Eichen.

Einmal fündig geworden, lohnt es sich, an der entsprechenden Stelle weiter zu suchen. Pilze lieben Feuchtigkeit und Wärme.
In feuchten Mulden oder an bemoosten Hängen stehen die Chancen daher gut, besonders viele Pilze zu finden.

Das Myzel eines Pilzes bildet außerdem oft mehrere Fruchtkörper, weshalb in der direkten Umgebung eines Pilzes meist gleich mehrere wachsen.

(Bild: cottonbro / pexels)
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Den Korb voller Pilze - und nun?

Ist man erstmal ins Suchen gekommen, kann man meist gar nicht mehr aufhören und hat im Nu einen ganzen Korb voll.

Was also tun, mit all den köstlichen Funden? Über eine leckere Pilzpfanne freuen sich immer alle. Es gibt jedoch auch noch spannende Rezepte abseits des Klassikers.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer köstlichen Pilzcremesuppe?

Zutaten für eine Pilzcremesuppe

  • 1 Zwiebel

  • 400g beliebiger Pilze

  • Öl

  • Salz & Pfeffer

  • 1 TL Mehl

  • 600 ml Gemüsebrühe

  • 8-10 Stiele Thymian

  • 200 ml Schlagsahne oder
    eine pflanzliche Alternative

Die Pilze gründlich putzen und gemeinsam mit der Zwiebel klein schneiden.

1 EL Öl in einer Pfanne anbraten und die Zwiebel darin anschmoren.

Pilze hinzugeben und solange dünsten, bis keine Flüssigkeit mehr austritt.

Mit Pfeffer und Salz würzen und mit Mehl bestäuben

Die Pilze mit der Brühe ablöschen und ca. 10 Minuten lang köcheln lassen.

In der Zwischenzeit den Thymian ebenfalls gründlich waschen, trocknen, die Blättchen abtrennen und klein hacken. 

150g Sahne und ¾ des gehackten Thymians in die Suppe geben, aufkochen lassen und im Anschluss alles pürieren.

(Bild: P. Tankilevitch / pexels)
(Bild: P. Tankilevitch / pexels)

Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken und anrichten.
Mit dem übrigen Thymian garnieren. 

Bei Pilzen sind der kulinarischen Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Auch auf dem Grill machen sich viele von ihnen gut.

Netter Nebeneffekt:
Sie sind garantiert low carb und dabei trotzdem absolut köstlich.

Also Körbchen geschnappt und ab in den Wald!


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Livia Lergenmüller | nebenan.de

Livia studiert Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der UdK Berlin. Sie arbeitet im Marketing bei Original Unverpackt sowie als freie Journalistin und Texterin für nebenan.de.

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