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Achtsam durch den Winter: Tipps für deine mentale Gesundheit an dunklen Tagen


Was haben Lichterketten, Spaziergänge und gute Gespräche gemeinsam? Sie machen deinen Winter heller und schöner. Wir haben ein paar Anregungen und Tipps zusammengestellt, die dir das Leben in den kalten Monaten erleichtern.

Bild: Taryn Elliott / Pexels
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Die Blätter sind schon nicht mehr golden und die Tage werden kälter und dunkler: Der Winter ist im Anmarsch.

Das bedeutet einerseits zwar Zeit für Kakao und Einkuscheln, erfordert aber auch besondere Aufmerksamkeit für deine mentale Gesundheit und dein Wohlbefinden.

Statt den Winter einfach nur geschehen zu lassen und in den müden Wintertrott zu verfallen, solltest du dich davor wappnen und vorsorgen. Aber wie?

Licht, Licht und nochmals Licht!

Die Sonne zeigt sich nur noch selten. Wenn wir dann vor unserem Fenster keine Winterwunderlandschaft sehen, kann das Aufstehen am Morgen ganz schön schwer fallen.

Für viele verschwimmt der Tag vom Zur-Arbeit-fahren im Dunkeln bis zum Nachhauseweg bei schummrigem Straßenlaternenlicht im tristen grauen Einheitsbrei – die wenigen hellen Stunden dazwischen verpassen wir meistens.

Aber wusstet ihr, dass wir hier in Deutschland noch verhältnismäßig viele Sonnenstunden haben?

Schaut man dagegen zu den nördlichen Breitengraden, geht die Sonne dort für einige Monate gar nicht mehr auf!

Trotzdem schaffen es auch die Skandinavier gut durch den Winter.

Mehr noch – sie freuen sich förmlich darauf. Der Trick: Es sich richtig gemütlich machen

Bild: Askar Abayev / Pexels
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Die Norweger haben für dieses besondere Wohlbefinden sogar ein eigenes Wort kreiert, was auch in Dänemark fester Teil des Lebenskonzeptes ist: hygge.

Es beschreibt eine gemütliche, herzliche Atmosphäre, in der man das Gute des Lebens zusammen mit lieben Leuten genießt – gerne im warmen Licht von Kerzen.

Wenn du bspw. im November durch die Straßen von Tromsø, Europas nördlichster Stadt, gehst, siehst du überall Kerzen und Lichter in den Fenstern. Die ganze Stadt ist geschmückt und beleuchtet. 

Bild: Roman Odintsov / Pexels
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Warum machen wir es uns nicht auch hierzulande etwas ‘hyggelig’? 

Mit Kerzenlicht holst du dir und deinen Lieben eine heimelige Stimmung ins Wohnzimmer oder sorgst für zusätzliche Entspannung bei einem ausgiebigen Bad.

Oder wie wäre es mit einer schönen Lichterkette an deinem Fenster oder Balkon?

Dann machst du mit ihrem abendlichen Leuchten auch deinen Nachbar:innen eine kleine Freude.

Wer dem Winter ein Schnippchen schlagen will und sich Tageslicht-Atmosphäre für das wöchentliche Backtreffen oder die Kaffee-Runde nach Hause holen will, setzt am besten auf Tageslichtlampen.

Wenn die Sonne Pause macht:

Mit bis zu 10.000 Lux helfen Tageslichtlampen Studien zufolge effektiv gegen Winterdepressionen.

Apropos wenig Sonne: Achte in der dunklen Jahreszeit unbedingt auf deinen Vitamin D3-Haushalt – denn das Sonnenvitamin kommt im Winter natürlich viel zu kurz.

Ob eine Supplementierung für dich sinnvoll ist und in welchem Maß, solltest du von deinem/r Hausärzt:in prüfen lassen.

Feste Strukturen und frische Luft

Vorweg: Niemand ist jeden Tag fröhlich und energiegeladen. Was du aber vermeiden solltest, sind Tage, die dir entgleiten und an denen du frustriert die Stunden absitzt.

Genau an solchen Tagen helfen dir Routinen, die deinen Alltag strukturieren. Durch sie behältst du die Kontrolle und sorgst dafür, dass jeder Tag ein kleines Erfolgserlebnis hat – und das macht den Unterschied.

Bild: George Milton / Pexels
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Wie viel Zeit deines Tages diese Gewohnheiten in Anspruch nehmen, ist dabei weniger wichtig, als dass du dir versprichst, sie jeden Tag zu tun.

Den Morgen mit einer Tasse Tee am Fenster beginnen? Fünf Minuten Tagebuch schreiben? Oder jeden Tag ein bisschen tanzen? Du bestimmst, was die Aktivitäten sind, die dir gut tun. 

Was dir definitiv hilft, deinen Serotoninspiegel zu erhöhen und Stress und Aggressionen zu verringern, ist Bewegung an der frischen Luft – am besten in Gesellschaft.

Gerade, wenn es draußen richtig ungemütlich ist, fällt es schwer, sich dazu zu überwinden.

Versuche, deine Anfangsmotivation zum Beispiel durch eine Schritte-Challenge unter Familienmitgliedern etwas auszutricksen oder verabrede dich zum regelmäßigen Joggen mit deinem/r Nachbar:in.

Bild: Julia Larson / Pexels
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Bild: Gary Barnes / Pexels
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Gemeinsam durch den Winter 

Das Zusammensein mit Anderen ist ein wichtiger Punkt im Kampf gegen Wintermüdigkeit und depressive Verstimmungen.

Aber auch hier gilt: Qualität vor Quantität – lieber ein richtig gutes Gespräch mit deiner besten Freundin oder einem guten Freund bei einer Tasse Tee statt die zehnte WhatsApp, während du eine Serie schaust.

Denn es geht hierbei um die sogenannte angewandte Achtsamkeit: Deine ungeteilte Aufmerksamkeit ist das, was dich den Menschen in deiner Umgebung als auch der Natur näher bringt.

Probier dieses kleine Experiment doch mal bei deinem nächsten Spaziergang im Park oder durch die Straßen deiner Nachbarschaft aus: Lächle deine Nachbar:innen bewusst an, schau ihnen in die Augen und entdecke, was dieser kleine Moment der Nähe mit dir und ihnen macht.

All diese Tipps helfen dir, deinen Alltag zu verschönern und dich und dein Wohlbefinden ein bisschen mehr in den Fokus zu rücken.

Hol dir Hilfe: Wenn dir alles zu viel wird, kannst du dich jederzeit an den psychologischen Notdienst in deiner Nähe oder die Telefonseelsorge wenden.

Doch auch die Selbstfürsorge kommt an ihre Grenzen. Wenn dein Leidensdruck zu hoch ist und du merkst, dass du alleine nicht weiter kommst, kann dir eine Therapie helfen.

Zu einer unverbindlichen Sprechstunde kannst du dich jederzeit anmelden, um dann mit einer Therapeut:in zu besprechen, was dich belastet.

Klein anfangen 

Wie du siehst, gibt es einige Tipps und Tricks, die die Dunkelheit erträglicher und den Winter vielleicht besonders schön werden lassen.

Starte deinen weiteren Weg durch die graue Jahreszeit mit kleinen Schritten und vielleicht mit der Beantwortung von ein paar Fragen:

Was wünschst du dir für diesen Winter?
Welche Gewohnheiten tun dir gut?
Mit wem willst du besonders viel Zeit verbringen?

Das einzige Versprechen, dass du dir geben musst, ist es, auf dich und deine Bedürfnisse zu achten.


Du hast Ideen, wie du deinen und auch den Winter von anderen Menschen verschönern kannst? Teile deine Tipps, Tricks und Anleitungen doch bei nebenan.de.

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Tags Created with Sketch. Mentale Gesundheit Winter Herbst Achtsamkeit
Lena M. Kaufmann | nebenan.de

Lena unterstützt das Content Marketing Team von nebenan.de als freie Texterin. Sie studiert nachhaltige Wirtschaft im Master und war zuvor als Strategie- und PR-Beraterin tätig.

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