Nachbarschaftspreis

Heldenhaftes Engagement: Bundessieger des Deutschen Nachbarschaftspreises stehen fest

Bild: nebenan.de Stiftung / Christian Klant

Spannung bis zuletzt: Am 24. Oktober findet in Berlin die feierliche Preisverleihung des Deutschen Nachbarschaftspreises statt. Mit dem Preis zeichnet die nebenan.de Stiftung heldenhaftes lokales Engagement aus und gibt ihm die Bühne, die es verdient.

Der Festsaal Kreuzberg in Berlin platzt am Donnerstagabend aus allen Nähten. Über 350 Gäste warten voller Neugier auf die Verkündung des diesjährigen Deutschen Nachbarschaftspreises. 

Es knistert förmlich in der Luft - die Spannung ist greifbar. Die Nominierten sind aus 16 Bundesländern angereist und hoffen auf einen der drei Bundespreise, die mit bis zu 10.000 € dotiert sind. 

Unter den Gästen ist auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Die ehemalige Neuköllner Bezirksbürgermeisterin lobt das Engagement der anwesenden Initiativen und betont: Anpacken statt Meckern - das ist es, was unsere Gesellschaft braucht. 

Zuerst erhalten alle 16 Landessieger ihre Auszeichnung. Sie bekommen 2.000€ für ihr Engagement. Dann beginnt die Verleihung der drei Bundespreise. Sie wurden von der Bundesjury aus den 16 Landessiegern ermittelt.

Folgende Initiativen setzen sich gegen die starke Konkurrenz durch:

1. Platz (10.000 Euro Preisgeld):
Stinknormale Superhelden aus Rathenow (Brandenburg) 

Die Stinknormalen Superhelden sind eine Gruppe junger Menschen, die sich in Superheldenkostümen gegen Ungerechtigkeit, Umweltverschmutzung und für eine grüne Nachbarschaft stark macht. 

Die Stinknormalen Superhelden zeigen, dass gesellschaftliche Wirkung und ehrenamtliche Verantwortung Hand in Hand mit Spaß und Kreativität gehen kann. Hier treten junge Menschen für das nachhaltige Wohlergehen unseres Planeten und das nachbarschaftliche Miteinander ein.

2. Platz (7.000 Euro Preisgeld):
Mehrgenerationendorf Bietzerberg aus Merzig (Saarland) 

In den Dörfern des Bietzerbergs werden die demographischen Herausforderungen direkt vor Ort gelöst: Im einem rein ehrenamtlich sanierten Pfarrhaus wirken engagierte Nachbar*innen Alterseinsamkeit entgegen. 

3. Platz (5.000 Euro Preisgeld):
Shalom Rollberg aus Berlin 

Shalom Rollberg ist ein seit 2012 erprobtes und erfolgreiches Konzept zur Prävention und Bekämpfung von Antisemitismus im muslimisch geprägten Rollbergviertel von Berlin-Neukölln.

Der Publikumspreisträger Nachbarschaftsverein Goase aus Leipzig, der aus dem Online-Voting mit insgesamt über 36.000 Stimmen als Sieger hervorging, freut sich über ein Preisgeld von 5.000 Euro.

Details zu allen Siegerprojekten gibt es hier

Der mit über 50.000 Euro dotierte Deutsche Nachbarschaftspreis wurde 2017 von der nebenan.de Stiftung ins Leben gerufen und zeichnet Initiativen aus, die sich in ihrer Nachbarschaft für ein offenes, solidarisches und demokratisches Miteinander engagieren. 2019 gab es über 800 Bewerbungen.

Durch den Preis würdigt die Stiftung das bürgerschaftliche Engagement der Initiativen und macht deutlich, wie wichtig eine starke Zivilgesellschaft für den sozialen Zusammenhalt in Deutschland ist.

Der Deutsche Nachbarschaftspreis wird gefördert von der Deutschen Fernsehlotterie, der Diakonie Deutschland, EDEKA, Vonovia, Zalando und unterstützt von einem großen Netzwerk an Partnern, wie z.B. dem Deutschen Städtetag und der WALL AG.


Willst du dich auch mit deinen Nachbarn in einem Projekt engagieren?
Dann werde jetzt Mitglied bei nebenan.de, Deutschlands größtem Netzwerk für Nachbarn.

Jetzt Registrieren
Luis Arteaga | nebenan.de

Luis Arteaga arbeitet seit Oktober 2019 bei nebenan.de. Zuvor war er als Literaturagent mit Fokus auf den Kind- und Jugendbuchmarkt tätig.