Bild: privat

"Wir müssen etwas ändern": Mehmet aus Berlin findet Wege aus der Wegwerfgesellschaft


Warum Gegenstände wegwerfen, wenn wir sie reparieren können? Mehmet aus Berlin setzt alles daran, im Alltag Ressourcen zu schonen und möglichst nachhaltig zu leben. Hilfe dabei findet er auch in seiner Nachbarschaft.

Im Rahmen der „Fridays for Future“-Bewegung gehen Schüler und Studenten zu Hunderttausenden für den Klimaschutz auf die Straße. Themen wie das Schmelzen der Gletscher dominieren immer wieder die Schlagzeilen. Überall wird nach Lösungen für eine nachhaltigere Zukunft gesucht.

Mehmet und sein Sohn Ediz
Mehmet und sein Sohn Ediz

Auch den 50-jährigen Wahlberliner Mehmet beschäftigt das Thema – und das bereits seit seiner Schulzeit in Süddeutschland.

Dass er seinen eigenen Alltag dahingehend umgekrempelt hat, stand vor allem mit einem prägenden Ereignis in Zusammenhang: Der Geburt seines Sohnes Ediz vor zehn Jahren.

„Ich will, dass Ediz unsere Erde genauso erleben kann wie ich. Ich bin viel gereist. Wer weiß, ob ihm das noch genauso möglich sein wird. Dafür müssen wir etwas ändern. Wir können nicht einfach so weiter machen.“

Nachhaltigkeit durch nachbarschaftliche Hilfe

Viele seiner Nachbarn in Lichterfelde sehen das ähnlich. Mit ihnen vernetzt sich Mehmet nun seit mehr als drei Jahren über die Nachbarschaftsplattform nebenan.de

Ich bin gegen die Wegwerfgesellschaft. Daher habe ich über nebenan.de schon einige gebrauchte Gegenstände erstanden, die meine Nachbarn nicht mehr nutzten. Und das meist kostenlos.

Darunter waren Balkonstühle aus Teakholz, Blumenständer und ein Keyboard für seinen Sohn.

Und damit nicht genug: Wenn Gegenstände defekt sind, sucht sich Mehmet Hilfe über die Nachbarschaftsplattform.

„Da ich nicht so besonders handwerklich oder technisch begabt bin, habe ich auch in dem Bereich Hilfe gesucht und gefunden! Demnächst repariere ich meine alte Waschmaschine zusammen mit meinem Nachbarn Thilo. Ich will kaputte Gegenstände nicht für ein paar Euro abstoßen, sondern versuchen, den Schaden zu beheben, um so Ressourcen zu sparen.“

Wenn er auf diesem Weg keinen Erfolg hat, sucht er bei nebenan.de nach Ersatz. So hat er beispielsweise ein Handy gefunden, als seines defekt war. 

Dass die nachbarschaftliche Hilfe so gut funktioniert, freut Mehmet. „Bei nebenan.de habe ich mitbekommen, wie engagiert meine Nachbarn sind. Lichterfelde und die angrenzenden Stadtteile scheinen sehr sozial zu sein.“ 

Ob Hilfe bei der Übersetzung eines Fragebogens ins Türkische oder beim Tragen schwerer Gegenstände – Mehmet ist da keine Ausnahme. Er unterstützt seine Nachbarn gerne und findet:

Draußen trauen sich Leute vielleicht nicht mehr so leicht, einander anzusprechen. Online wird die Hemmschwelle genommen. Raus aus der Anonymität – so kann auch Integration gelingen.

Du willst dir auch in der Nachbarschaft Hilfe bei Reparaturen suchen oder Gegenstände verschenken?
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Mira Hein | nebenan.de

Mira Hein arbeitet seit August 2019 im Kommunikationsteam von nebenan.de. Zuvor war sie als Kommunikationsberaterin mit Fokus auf Nachhaltigkeits- und Innovationsthemen tätig.

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