Digitale Kommunikation im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg

Bild: http://nebenan.de/

Seit März 2019 nutzt das Berliner Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg die Nachbarschaftsplattform nebenan.de als innovativen Weg bei der Kommunikation mit den Bürger*innen. Jetzt ziehen Bezirksbürgermeisterin und Pressestelle ein erstes Fazit zur Kooperation.

Wie kann das Bezirksamt mit seinem Angebot und aktuellen Informationen mehr Bürger*innen erreichen? Welche Möglichkeiten gibt es neben dem Bezirksticker auf der eigenen Webseite und der Kommunikation über herkömmliche Social Media Tools?

Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Bild: BA Friedrichshain-Kreuzberg)

Diese Fragen stellte sich das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, bevor es nach ausführlicher Recherche auf das Nachbarschaftsnetzwerk nebenan.de stieß.

nebenan.de ist das größte soziale Netzwerk für Nachbarn in Deutschland. Über 1,2 Mio. Nachbarn sind dort aktiv, um sich mit Personen aus dem gleichen Viertel zu vernetzen. Sie helfen sich im Alltag, teilen und tauschen Dinge, verabreden sich zu gemeinsamen Aktivitäten und informieren sich über Neuigkeiten im Kiez.

Seit März 2019 ist das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Teil dieser hyperlokalen Gemeinschaft. Das Pressteam des Bezirksamts ist durch ein offizielles „Organisationsprofil“ bei nebenan.de präsent – und verbucht seitdem erste Erfolge.

Im direkten Austausch mit den Anwohner*innen

Sara Lühmann (Bild: BA Friedrichshain-Kreuzberg)

Pressesprecherin Sara Lühmann informiert die Bürger*innen mit dem Organisationsprofil über wichtige Informationen aus dem Bezirk, beispielsweise über die Installation von Trinkwasserbrunnen im öffentlichen Raum oder auch Renovierungsarbeiten an Spielplätzen im Kiez. Sie kündigt Vollsperrungen an und informiert die Anwohner*innen über geplante Straßenfeste.

Alle Beiträge von Lühmann werden den privaten Nutzer*innen auf ihrer Startseite bei nebenan.de angezeigt – ähnlich wie bei einem digitalen schwarzen Brett.

„Unser Bezirk hat die Größe einer Großstadt und es ist eine Herausforderung, alle dort lebenden Menschen mit unseren Informationen anzusprechen“, so Sara Lühmann.

nebenan.de ist für uns ein relevanter Reichweitenkanal, der uns hilft, näher an den Anliegen der Bürger*innen zu sein, Bedürfnisse aus erster Hand zu erfahren und direkt in Austausch mit den Anwohner*innen zu treten.

– Sara Lühmann, Pressesprecherin BA Friedrichshain-Kreuzberg.

Organisationsprofil (Bild: nebenan.de)

In Berlin sind bereits rund 170.000 Nachbar*innen bei nebenan.de aktiv. Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg nutzen rund 20.000 Nachbar*innen die Plattform (Stand Mai 2019).

Die Nachbar*innen bei nebenan.de freuen sich über den direkten Draht zum Bezirksamt. Sie bedanken sich per Klick für Informationen, treten über die Kommentarfunktion in Austausch und diskutieren Neuigkeiten untereinander. Rückfragen beantwortet die Pressesprecherin gewissenhaft. So lösen sich Unklarheiten schnell auf und die Arbeit des Bezirksamts wird für die Anwohner*innen transparenter.

(Screenshot: nebenan.de)

Beitrag auf nebenan.de:

"Geschützter Radstreifen in der Hasenheide eingeweiht

Verkehrssenatorin Regine Günther und Bezirksbürgermeisterin Monika Hermann haben den dritten geschützten Radfahrstreifen Berlins an der Hasenheide im Bezirk Kreuzberg eingeweiht."

Vorteile für Bürger*innen und Bezirksamt

Die Bürger*innen erfahren durch die Beiträge des Bezirksamts bei nebenan.de auch von relevanten Informationen wie bspw. finanziellen Zuschüssen zur Begrünung des eigenen Hinterhofs, die sie zuvor häufig nicht erreicht haben. Dies führt zu einer Win-Win-Situation für Bürger*innen und Bezirksamt:

Bürger*innen erhalten finanzielle Unterstützung bei der Verschönerung des eigenen Lebensumfeldes, was sich positiv auf ihr Wohlbefinden auswirken kann; das Bezirksamt kann die zur Verfügung stehenden Gelder erfolgreich einsetzen. Seit Lühmann diese Information bei nebenan.de verbreitet, ist die Nachfrage an der kostenlosen Grünberatung stark gestiegen:

„Schon seit 15 Jahren bieten wir finanzielle Zuschüsse zur Begrünung von Hinterhöfen an, aber so gut besucht wie in diesem Jahr war unsere Sprechstunde noch nie!“, berichtet Ümit Bayam vom Stadtteilausschuss Kreuzberg e.V. begeistert, der die Grünberatung anbietet.

(Screenshot: nebenan.de)

Beitrag auf nebenan.de:

"Straßenbäume gießen: Jeder Liter zählt!

In den vergangenen Wochen hab es in Berlin keine nennenswerten Niederschläge.

Aufgrund der damit verbundenen fortschreitenden Trockenheit bittet das Bezirksamt alle Bürgerinnen und Bürger, das Grünflächenamt dabei zu unterstützen, die Bäume zu wässern."

Höhere Reichweite über das offizielle Organisationsprofil

Privatpersonen können sich bei nebenan.de mit Menschen aus der eigenen und angrenzenden Nachbarschaft vernetzen. Je nach Kiez erreicht eine Privatperson bis zu 5.000 oder mehr Personen über die Plattform. Das Bezirksamt erhält in Rücksprache mit nebenan.de eine weitaus höhere Reichweite:

Durch das Organisationsprofil kann Pressesprecherin Lühmann bis zu 20.300 Personen in den beiden Stadtteilen erreichen. Pro Beitrag kann sie entscheiden, für wen die Information relevant ist und die Empfängergruppen entsprechend auswählen. Lühmann lädt über nebenan.de zu öffentlichen Werkstätten ein und verkündet die Ergebnisse dieser im Nachhinein über die Plattform. Auch Stellungnahmen und weiterführende Informationen auf der eigenen Website verlinkt das Bezirksamt auf nebenan.de.

Durch die Veröffentlichungen über das Organisationsprofil können mehr Veranstaltungsbesucher*innen und Teilnehmer*innen für Beteiligungsprojekte gewonnen werden. So folgten beispielsweise Nachbar*innen eines Wohnhauses dem Aufruf des Bezirksamts bei nebenan.de, in Trockenperioden die jungen Bäume im Kiez mit zu bewässern und verabredeten sich in den Abendstunden zum gemeinsamen Gießen. 

Seit der Nutzung von nebenan.de erhält Lühmann wesentlich mehr Rückmeldungen auf ihre veröffentlichten Angebote, als zuvor. Bisher war Twitter das einzige Medium, worüber das Bezirksamt die Interaktion mit den Bürger*innen suchte.

Die Nachbarschaftsplattform bietet die nötige zusätzliche Reichweite und macht, im Gegensatz zu Twitter, wo hauptsächlich Journalisten und Multiplikatoren erreicht werden, eine zielgenaue Ansprache der Bürger*innen im Bezirk möglich. Lühmann kann über nebenan.de somit jene Menschen erreichen, für die die Informationen des Bezirksamts relevant und interessant sind.

Mehr Vertrauen und Zufriedenheit durch Kommunikation auf Augenhöhe

Durch die Nutzung der Nachbarschaftsplattform schafft das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg eine Nähe, die Anwohner*innen zu Behörden und Ämtern bisher eher selten spüren. Ziel des Bezirksamtes ist, für die Bürger*innen nahbarer, persönlicher und besser erreichbar zu sein. nebenan.de bietet eine innovative Ergänzung zu bestehenden kommunalen Plattformen und Angeboten im Netz und ermöglicht eine Begegnung von Amt und Bevölkerung auf Augenhöhe. 

Ich bin fest davon überzeugt, dass die Kommunikation der Bezirksämter über nebenan.de dazu führen kann, dass sich Bürger*innen mehr gehört fühlen, eine größeres Vertrauen in die Bezirksverwaltung entwickeln und die Menschen im Bezirk letztendlich zufriedener sind.

– Michael Vollmann, Mitgründer von nebenan.de.

Gut funktionierende Nachbarschaften bilden intakte Bezirke und letztendlich ein gut funktionierendes Zusammenleben in der Stadt. Nachbarschaften zu fördern und zu unterstützen ist Aufgabe der Bezirksämter – die digitale Infrastruktur hierfür liefert nebenan.de.

Gemeinschaften schaffen und Zusammenhalt im Bezirk stärken

2018 betrug der Anteil der Singlehaushalte in Berlin 49 Prozent. Gesellschaftliche Phänomene wie Anonymität und Einsamkeit sind in Großstädten wie Berlin besonders ausgeprägt. Netzwerke wie nebenan.de können helfen, daran etwas zu ändern. Dem stimmt auch Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann zu:

Es ist an der Zeit, dass Menschen wieder aufeinander zugehen und Gemeinschaften entstehen. Eine Plattform wie nebenan.de halte ich für eine sehr gute Möglichkeit, um den Zusammenhalt in der Gesellschaft allgemein sowie spezifisch in den Kiezen unseres Bezirks zu stärken.

Hier die vollständige Pressemitteilung herunterladen


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Anne Gottwald | nebenan.de

Anne Gottwald arbeitet seit Mai 2018 bei nebenan.de und ist dort für die Organisationsprofile und Städtepartnerschaften zuständig. Zuvor war sie in der Verlagsbranche tätig und hat ihren Master in Medienwissenschaft abgeschlossen.