Bild: nebenan.de

Digitale Kraft gegen Einsamkeit: Twitter-Initiative #KeinerBleibtAllein und nebenan.de kooperieren


Über den Twitter-Hashtag #KeinerBleibtAllein bringt Christian Fein Menschen zusammen, die ungewollt einsam sind. Jetzt startet die Kooperation mit dem Nachbarschaftsnetzwerk nebenan.de: Beide Partner wollen digitale Mittel Nutzen, um Menschen offline zusammen zu bringen. Die Auftakt-Veranstaltung findet am 20. September in Berlin statt.

Jeder zehnte Mensch in Deutschland ist einsam, belegen Studien. Dabei ist Einsamkeit so ungesund wie zwei Schachteln Zigaretten am Tag. Gerade in Großstädten wie Berlin leiden viele unter mangelnden sozialen Kontakten. Dabei sollte man annehmen, dass das Potenzial neue Menschen zu kennenzulernen, gerade in Ballungszentren groß ist.

Wie gravierend das gesellschaftliche Problem der Einsamkeit jedoch ist, wird besonders in der Weihnachtszeit deutlich. Deshalb startete Christian Fein im Dezember 2016 die Twitter-Aktion #KeinerTwittertAllein.

Unter diesem Hashtag konnten sich Menschen melden, die Weihnachtsfeiertage nicht alleine verbringen wollten. Der Hashtag schlug ein, ging viral und landete innerhalb kürzester Zeit in den „trending topics“ bei Twitter.

Wir konnten damals über 2.500 Teilnehmer erreichen und darunter 645 Menschen, die Gesellschaft suchten, auch in Gesellschaft unterbringen. Das war ein riesiger Erfolg!

erinnert sich Christian Fein. Schnell war klar, dass er diese digitale Vermittlung auch über die Feiertage hinaus ausweiten wollte. Dazu benötigte er einen Verein mit sieben Gründungsmitgliedern. Denn innerhalb der nächsten 100 Tage wollten rund 10.000 Leute vermittelt werden.

Christian startete den Hashtag #KeinerBleibtAllein und begann, nach Partnern zu suchen und die Initiative als gemeinnützigen Verein eintragen zu lassen. Die Evangelische Kirche, die Telefonseelsorge und der Heimatstern München waren schnell als Partner an Bord.

Pilotprojekt gegen Einsamkeit in der Nachbarschaft

Auch die Betreiber der Nachbarschaftsplattform nebenan.de beschäftigen sich intensiv mit dem Thema Einsamkeit. Mitgründerin Ina Remmers:

Viele unserer Nutzer suchen Anschluss und freuen sich, wenn sie in der Nachbarschaft neue Bekanntschaften oder sogar Freundschaften knüpfen können. Vor allem, wenn die familiären oder beruflichen sozialen Kontakte weniger werden.

Die Kräfte zu bündeln und sowohl über Twitter als auch über die Nachbarschaftsplattform nebenan.de Menschen zusammenzubringen, ist nun das erklärte Ziel beider Partner.

Dazu rufen sie den ersten Stammtisch im Berliner „Café Rizz“ ins Leben: Am 20. September 2018 können sich dort Menschen aus der Nachbarschaft und alle, die via #KeinerBleibtAllein Anschluss in der Hauptstadt suchen, treffen.

Zum ersten Stammtisch ruft Christian Fein über das dafür angelegte „Organisationsprofil“ bei nebenan.de auf: Mit diesem Profiltyp können neuerdings auch gemeinnützige Organisationen einen Auftritt auf der Nachbarschaftsplattform erhalten (mehr dazu hier).

Christian Fein: "Diese erste Veranstaltung kann eine Alternative für viele neue Begegnungen und Kontaktaufnahmen innerhalb der #KeinerBleibtAllein Community in der Zukunft sein. Gerade auch deswegen sind wir froh, mit nebenan.de eine Lösung gefunden zu haben, die es uns ermöglicht, die großen Ballungsgebiete in Deutschland zu adressieren.“

Auch nebenan.de Mitgründerin Ina Remmers ist gespannt auf die Veranstaltung:

Es ist das erste Mal, dass sich die Wege von nebenan.de und Twitter auf diese Weise kreuzen. Ich glaube, dass beide Netzwerke enorm dabei helfen können, Einsamkeit entgegenzuwirken und einen wirklich sozialen Nutzen zu erfüllen.

Der Stammtisch soll künftig monatlich stattfinden und wird über die Kanäle beider Partner angekündigt.

Links:

Zur Veranstaltung: https://nebenan.de/public_feed/4903145

https://www.keinerbleibtallein.net/

https://twitter.com/IstNichtAllein

Tags Created with Sketch. Einsamkeit Anschluss finden Anonymität Berlin
Hannah Kappes | nebenan.de

Hannah Kappes arbeitet seit 2017 im Kommunikationsteam von nebenan.de. Zuvor war sie als Journalistin und Producerin für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk tätig.

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