Foto: Johanna Meinel

So hilfst du Obdachlosen aus deiner Nachbarschaft durch den Winter


Viele Nachbar*innen haben dieses Jahr bedürftige Menschen aus der Nachbarschaft mit kleinen und großen Aktionen unterstützt. Schließe auch du dich über nebenan.de mit deinen Nachbar*innen zusammen. Wir zeigen dir, wie du helfen kannst.

Zahlreiche Geschenke liegen unter dem Baum, warmes Essen steht auf dem Tisch und der Kamin wärmt alle Anwesenden – so oder so ähnlich verbringen viele Heiligabend. Für einige bleibt ein solches Weihnachtsfest jedoch nur ein Wunschtraum. Manchen fehlt sogar ein schützendes Dach über dem Kopf. 

Bedürftige Menschen zu unterstützen, haben sich in diesem Jahr viele Nachbar*innen zu Herzen genommen und uns mit tollen Geschichten berührt. 

Nachbar*innen finden neues Zuhause für obdachlosen Micha 

Besonders im Gedächtnis geblieben ist uns eine Hilfsaktion aus Berlin Heiligensee: Micha ist obdachlos und lebt seit über sieben Jahren auf der Straße. Als Ines ihm zum ersten Mal begegnet ist ihr sofort klar: Sie möchte helfen. 

Über nebenan.de ruft sie zur Spenden-Aktion auf. Sofort kommen viele Kleider und Nahrungsmittel zusammen. Mit einem kleinen Radio können die Nachbar*innen Micha einen lang ersehnten Traum erfüllen. 

Doch dabei bleibt es nicht: Mit Hilfe seiner Nachbarschaft erhält Micha sein eigenes kleines Zuhause und ist so bereit für einen Neuanfang. Mit seinem “Little Home” hat er endlich wieder einen festen Wohnsitz und kann eine Sozialversicherung und Arbeitslosengeld beantragen. 

Die Nachbarschaft in Heiligensee hat etwas Unglaubliches geschafft – mit vielen kleinen Gesten. Genau die sind es, die für Ines den Unterschied machen: 

Einfach mal genauer hinsehen und nette Worte schenken. Geld ist nicht alles. Eine Unterhaltung ist auch unheimlich viel wert. Das Menschliche schätzen. Es kann ganz schnell gehen, dass man selbst auf der Straße landet.

Das Team von nebenan.de hilft mit einer Spendenaktion

Diese beeindruckende Hilfsaktion aus Heiligensee hat auch das nebenan.de Team zu einer großen Sammelaktion inspiriert. Initiiert von Johanna aus dem Kommunikationsteam: 

Wir sind ein soziales Unternehmen. Unser Team engagiert sich für Umweltschutz, geht zum Klima-Streik und tauscht sich über Nachhaltigkeit im Alltag aus – da finde ich es naheliegend, dass wir auch gemeinsam Spenden für Obdachlose in unserer Nachbarschaft sammeln.
Die Spenden sind bereit zur Übergabe
Die Spenden sind bereit zur Übergabe

Einige Wochen lang haben die Mitarbeiter fleißig gesammelt.

Anfang Dezember war es so weit: Johanna machte sich mit einer Kollegin auf den Weg, um die gesammelten Spenden an drei Notunterkünfte zu verteilen:

Die Tagesstätte für Wohnungslose “Am Wassertor”, die Familienunterkunft in der Wrangelstraße und “Evas Obdach”, einer Notübernachtungsstelle für Frauen.

Jede Art von Unterstützung benötigt

Bei “Evas Obdach” erhalten Betroffene nicht nur einen warmen Schlafplatz, sondern auch kostenlos Hilfe und Beratung. Unterstützen kann man hier auf ganz unterschiedliche Art und Weise: “Mit Tatkraft, Geld oder Sachspenden kann man uns enorm weiterhelfen”, erklärt Claudia Peiter, Leiterin von Evas Haltestelle, der übergeordneten Organisation von Evas Obdach.

Aus ihrer Nachbarschaft erhält die Initiative bisher viel Unterstützung. Regelmäßig erhalten sie Spenden von Einzelhändler*innen aus der Umgebung. Claudia Peiter zeigt sich dankbar: “Es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass wir Unterstützung aus unserer Nachbarschaft erhalten.” 

Spenden: Ein schönes Gefühl

Johanna freut sich über die erfolgreiche Spendenaktion
Johanna freut sich über die erfolgreiche Spendenaktion

Nach der Spendenübergabe zeigt sich Johanna zufrieden. Die Aktion hat wieder einmal gezeigt, wie viel man erreichen kann, wenn man sich gegenseitig unterstützt.

“Es ist unglaublich bereichernd für mich, dass wir bei nebenan.de für dieselben Werte einstehen und gemeinsam das Ziel verfolgen, die Welt ein bisschen besser zu machen.

Eine Kleidersammlung ist mit wenig Aufwand für den Einzelnen verbunden. Und bei jedem Kleidungsstück freut sich ein Mensch in einer Notunterkunft – im besten Fall muss dieser Mensch dank einem warmen Pullover oder einer Jacke nicht mehr frieren.”

Und so kannst du helfen: 

  • Überlege dir, in welchem Umfang du helfen möchtest. Willst du deine Kleidung spenden, vor Ort ehrenamtlich unterstützen oder mit deiner Nachbarschaft eine gemeinsame Hilfsaktion starten?

  • Informiere dich, wo deine Unterstützung gebraucht wird. Bevor du Spenden abgibst, kontaktiere unbedingt die von dir ausgewählte Organisation oder Initiative. Vielleicht hat diese in letzter Zeit ausreichend Unterstützung erhalten und deine Spende ist in einer anderen Einrichtung besser aufgehoben.

  • Teile dein Vorhaben mit deiner Nachbarschaft. Erstelle über nebenan.de einen Beitrag und rufe deine Nachbar*innen dazu auf, bei deiner Aktion mitzumachen.

  • Planst du eine Spendenaktion mit deinen Nachbar*innen? Dann legt am besten einen oder mehrere Hauptverantwortliche fest. Organisiere einen Raum, in dem ihr eure Spenden bis zur Übergabe sammeln könnt.

  • Leg einen Termin zur Übergabe fest. Informiere dich über die Öffnungszeiten der Initiative oder Organisation und melde dich im Vorfeld telefonisch an.

  • Teile deine Erlebnisse über nebenan.de mit deiner Nachbarschaft – so inspirierst du weitere Menschen aus deinem Umfeld.


Willst du Obdachlose aus deiner Nachbarschaft unterstützen?
Dann starte jetzt einen Aufruf über nebenan.de und plane gemeinsam mit deinen Nachbar*innen eine Aktion.

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Amelie Wolf | nebenan.de

Amelie verstärkt das Kommunikationsteam von nebenan.de seit Oktober 2020. Zuvor schloss sie ihren Bachelor an der Universität zu Köln in den Fächern Medienkulturwissenschaft und Geschichte ab.

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