Bild: nebenan.de / Maximilian Gödecke

Ausmisten – aber richtig: Gib Aussortiertes sinnvoll in der Nachbarschaft weiter


Du willst mal wieder richtig ausmisten, weißt aber nicht wohin mit deinen aussortierten Sachen? Gib ihnen ein sinnvolles neues Zuhause in der Nachbarschaft! Hier findest du Tipps fürs Verschenken, Spenden und Verkaufen in deiner Nähe.

Laut einer Studie von Greenpeace werden in Deutschland jährlich 1,35 Millionen Textilien aussortiert – vieles davon landet direkt im Müll. Auch zahlreiche andere Gegenstände liegen bei uns oft ungenutzt herum, bis wir sie schließlich wegschmeißen. 10.000 Dinge besitzen wir heutzutage im Schnitt – bei unseren Urgroßeltern waren es noch knapp 60 Gegenstände. 

Lasst uns also Ballast abwerfen und dabei noch etwas Gutes tun! Kleiderschrank, Küche, Abstellkammer – welche Sachen hast du schon länger als ein Jahr nicht mehr genutzt? Bestimmt sind viele davon zu schade zum Wegwerfen.Mit diesen Tipps findest du ein neues Zuhause für sie in der Nachbarschaft:

Organisiere einen Kleidertausch in deiner Nachbarschaft

Stell deinen Kleiderschrank auf den Kopf: Such die Kleider heraus, die du nicht mehr trägst, aber noch gut sind und plane über nebenan.de eine Tausch-Aktion in deiner Nachbarschaft. Kleidertauschpartys mit mehreren Personen sind aufgrund der aktuellen Corona-Situation leider nicht möglich. Es gibt aber noch andere Wege, wie du aussortierte Kleidungsstücke ganz einfach mit deinen Nachbar*innen tauschen kannst.

Sanne aus München macht es vor: Das Thema Nachhaltigkeit liegt ihr sehr am Herzen - tauschen statt neu kaufen lautet ihre Devise. Vor der Pandemie hat sie sich regelmäßig mit ihren Nachbar*innen zu Kleidertausch-Events getroffen. Jetzt initiierte sie als Alternative über nebenan.de die Aktion "Die wandernde Kleidertüte". 

Die Idee: Wer mitmachen will, packt einen Beutel mit aussortierter Kleidung einer bestimmten Größe und tauscht diesen mit einer anderen Person aus der Nachbarschaft. Diese wählt aus den Sachen die Teile aus, die ihr oder ihm gefallen, und befüllt den Beutel wieder mit aussortierter Kleidung. Der Tüte wandert weiter – an die nächste Person aus der Nachbarschaft. 

"Ich vermisse unsere Kleidertausch-Events von früher! Aber das geht ja leider nicht in Lockdown-Zeiten. Was haltet ihr davon, wenn wir etwas ins Leben rufen, das sich „Die wandernde Kleidertüte“ nennen könnte? Jeder nimmt sich aus der Tüte alles, was passt & gefällt, und packt dann eine neue Tüte und tauscht diese mit einer anderen Person? Was meint ihr?"

Sanne's Idee kommt gut an in ihrer Nachbarschaft: Die Aktion wiederholen Sanne und ihre Nachbar*innen jetzt in regelmäßigen Abständen.

(Screenshot: nebenan.de)
(Screenshot: nebenan.de)

Unser Tipp: Wenn die Pandemie vorbei ist, findest du hier ein Mitmach-Set für deine nächste Kleidertauschparty. 

Eine andere Idee zum Tauschen sind Tauschboxen und Umsonstschränke. Das Prinzip ist simpel: Jede*r gibt, was er oder sie nicht mehr benötigt, und nimmt das mit, was er oder sie brauchen kann.

Starte eine Spendenaktion mit deinen Nachbar*innen

Die 800 Kleiderkammern des Deutschen Roten Kreuzes versorgen rund zwei Millionen Menschen bundesweit mit gut erhaltener Kleidung und Schuhen. Bestimmt gibt es auch in deiner Gegend Menschen, die auf Kleiderspenden angewiesen sind.

Schreibe einen Beitrag bei nebenan.de, dass du gerade ausmistest und die Kleider spenden möchtest. Frage deine Nachbar*innen, wer sich anschließen möchte. Dann könnt ihr alle Spenden sammeln und gemeinsam einer gemeinnützigen Organisation spenden, z.B. der lokalen Obdachlosenhilfe oder dem Deutschen Roten Kreuz.

Maria und die Schuhspenden aus der Nachbarschaft (Bild: nebenan.de)
Maria und die Schuhspenden aus der Nachbarschaft (Bild: nebenan.de)

Unsere Kollegin Maria hat in ihrer Berliner Nachbarschaft bei nebenan.de gerade einen ganzen Karton Schuhe für einen guten Zweck gesammelt!

Die Schuhspende schickt sie an bedürftige Kinder und Familien in Kamerun.

Verschenke und verkaufe auf dem Marktplatz deiner Nachbarschaft

Ob Sofa, Babykleidung oder Bücherregal: Nichts ist einfacher, als deine aussortierten Sachen bei nebenan.de an deine Nachbar*innen weiterzugeben. In den meisten Fällen wechseln die Gegenstände innerhalb weniger Tage den Besitzer. Das Beste daran: Die Wege bis zur Übergabe sind kurz und du lernst ganz nebenbei noch deine Nachbar*innen kennen!

Diese Nachbar*innen machen es vor:

Spielzeug zu verschenken (Bild: privat)
Spielzeug zu verschenken (Bild: privat)

Franziska aus Düsseldorf verschenkt bei nebenan.de nicht mehr benötigtes Babyspielzeug in ihrer Nachbarschaft Stadtmitte:

„Unser Kleinkind ist jetzt 17 Monate alt, und ich habe einige Dinge aussortiert, die wir verschenken möchten – in der Hoffnung, jemandem damit eine Freude zu machen.

Hannah aus Aachen hat sich endlich eine neue Waschmaschine geleistet.

Die alte Maschine aus ihrer WG funktioniert jedoch noch einwandfrei – und wäre viel zu schade für den Schrottplatz. Deshalb bietet Hannah sie ihren Nachbar*innen im Frankenberger Viertel Nord bei nebenan.de umsonst zum Abholen an.

Michael aus Bremen sucht aus Platzmangel ein neues Zuhause in seiner Nachbarschaft Felsenfeld für seine geliebte – aber zu groß gewachsene – Palme:

„Habe eine schöne Palme zu verschenken. Bedauerlicherweise habe ich nicht die Räumlichkeit dafür. Würde sie sehr gerne in liebevolle Hände geben, wenn jemand über entsprechende Platz- und Lichtverhältnisse verfügt. Sie ist jetzt schon über 1,80m hoch und möchte sich gerne noch weiter entfalten. Wenn jemand um die Ecke wohnt, kann ich sie auch gerne vorbeibringen. Würde mich sehr freuen, wenn sie in liebevolle Hände kommt!“

Palme zu verschenken (Bild: Pexels)
Palme zu verschenken (Bild: Pexels)

Hinweis: Diesen Artikel haben wir im März 2021 angepasst, um auf die aktuellen Einschränkungen durch die Pandemie einzugehen. 


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Johanna Meinel | nebenan.de

Johanna Meinel unterstützt das Kommunikationsteam von nebenan.de seit April 2018. Unter anderem beschäftigt sie sich mit Begegnungsformaten in der Nachbarschaft – online und offline.

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