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Starke Frauen, starke Läden: Frauenpower in der Nachbarschaft


Viele lokale Geschäfte werden von Frauen geführt und bereichern die Ladenvielfalt der Nachbarschaft. Drei Frauen und ihre Läden stellen wir euch zum Internationalen Frauentag vor.

Frauen stellen mehr als zwei Drittel der Arbeitskräfte im deutschen Einzelhandel, so der Handelsverband Deutschland, kurz HDE. Von den Führungspositionen auf erster Ebene sind im Einzelhandel rund 36 Prozent von Frauen besetzt, das sind zehn Prozent mehr als in der Gesamtwirtschaft in Deutschland (Stand 2019).

„Der Einzelhandel verfügt traditionell über einen hohen Frauenanteil und bietet Frauen auch eine gute Karriereperspektive“, so Stefan Harten vom HDE.

Birgit aus München, Nicole aus Bielefeld und Marion aus Berlin haben sich mit ihren lokalen Unternehmen einen Traum erfüllt. Ihnen allen ist klar: Für ihren Erfolg spielt auch eine gute Nachbarschaft eine wichtige Rolle. Die meisten ihrer Kund:innen kommen aus der direkten Umgebung.

Die drei gehörten zu den ersten, die das Gewerbeprofil von nebenan.de nutzen, um ihre Nachbar:innen auch online gezielt anzusprechen und auf ihre Angebote aufmerksam zu machen.

Die Eisbox in Berlin: Marions Nachbarschaft schleckt sich glücklich 

Marion aus Berlin (Bild: privat)

„Selbständig war ich schon immer,“ findet Marion. Sie hat nach ihrem Studium zunächst einen Verlag mitgegründet und aufgebaut.

Doch im Jahr 2010 entscheidet sie sich für einen beruflichen Neuanfang:

Sie will ihre eigene Eisdiele eröffnen – mit hochwertigem Eis ohne künstliche Aromen und unnötige Zusatzstoffe.

Nach einem Jahr Vorbereitung eröffnet Marion im Mai 2011 die „eisbox“ im Westfälischen Viertel in ihrer Charlottenburger Nachbarschaft.

Ihr Plan: Im Sommer möchte sie ihre Nachbarschaft mit selbstgemachtem Eis glücklich machen, und im Winter ihre andere Leidenschaft, das Schreiben, ausleben. Dieses Konzept funktioniert für sie seit elf Jahren und sie kann sich ihr Leben nicht mehr anders vorstellen.

Für Marion ist Eismachen mehr als nur ein Job: „Die Verwandlung von Lebensmitteln in Speisen gleicht immer ein bisschen der Erschaffung der Welt – auch, wenn sie aus Eis besteht.“ 

Erhalte Empfehlungen aus der Nachbarschaft!

Ihre Nachbarschaft weiß Marions Eis-Kreationen zu schätzen.

Die „eisbox“ ist mittlerweile fest in der Nachbarschaft etabliert.

In Marions Gewerbeprofil hinterlässt Nachbarin Arie eine Empfehlung:

„Die Eisbox ist einfach kultig.

Tolle Eissorten, alles handgemacht.

Gehen seit Jahren regelmäßig hin.“

„Liebschaften“ in München: Bei Birgit kauften Nachbar:innen ihre Lieblingskleider

Birgit aus München (Bild: privat)

„Meinen Laden habe ich im Oktober 2010 als totale Seiteneinsteigerin aufgemacht und bin im Laufe der Jahre erst in die Modebranche reingewachsen.“

Gewachsen ist mit den Jahren auch die Kundschaft aus der direkten Nachbarschaft von Birgits Laden in Schwabing Nord. Ihre Nachbar:innen wissen: Neue Highlights für den Kleiderschrank gibt’s in Birgits „Liebschaften“.

Die gelernte Diplomkauffrau ist froh, dass sie den Schritt aus der Finanzwirtschaft in die Selbstständigkeit gewagt hat. In ihrem eigenen Laden kann sie ihre Werte aktiv leben und weitergeben.

Das sieht man auch an ihrem Sortiment: Mittlerweile hat sie sich zunehmend auf nachhaltig und fair produzierte Mode spezialisiert. 

Nachbarschaft wird in Schwabing gelebt.

Da Birgits Laden „Liebschaften“ ein rein stationäres Geschäft ist, ist die Nachbarschaft für sie geschäftlich sehr wichtig. Daher pflegt Birgit auch online den Kontakt zu ihren Nachbar:innen und Kundschaft über ihr Gewerbeprofil.

„nebenan.de ist für mich privat und für den Laden eine tolle Plattform, da ich geschäftlich sehr gezielt (potentielle) Kundinnen für meinen Laden ansprechen kann.​" Der Großteil ihrer Kund:innen kommt aus der Schwabinger Nachbarschaft und über die Jahre hat sich zu vielen ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt.

Neben Kundschaft aus der Nachbarschaft steht sie auch mit den anderen Inhaber:innen in der Umgebung in Kontakt. Ob gemeinsame Events oder einfach ein Glas Wein zum Feierabend auf der Straße.

Ihre Nachbar:innen schätzen den kleinen Laden, voll von Schätzen und Überraschungen, sehr. Nachbarin Friederike schreibt über die „Liebschaften“:

„Toll, dass es diesen Laden gibt! Wohl ausgesuchte Kleidung, nicht nur geschmacklich, sondern, was mir persönlich wichtig ist, mit ökologisch nachhaltigem Konzept! Es lohnt sich immer mal reinzuschauen!“ 

Nicoles „Frieda-Werkstattladen“ in Bielefeld bringt Farbe in die Nachbarschaft 

Nicole aus Bielefeld (Bild: Nadja Jacke)

„Ich glaube, es ist enorm wichtig, dass die Leute hierherkommen können und sehen, wie ich arbeite und welchen Stil ich habe. Sie können Papier anfassen, Falzarten aussuchen und sich persönlich beraten lassen.“

Die studierte Diplom-Grafikdesignerin ist stolz auf ihren kleinen Eckladen für Druckkunst und Grafikdesign im Bielefelder Osten.

Ihr kreatives Reich besteht aus ihrem Büro, einer kleinen aber feinen Ladenfläche und einer Siebdruckwerkstatt, wo sie die individuellen Wünsche ihrer Kund:innen realisiert.

 „Ich biete neben den normalen Grafikdesigner-Tätigkeiten auch individuelle Papeterie für Privatpersonen: Hochzeitspapeterie, Einladungen zu Taufe/Konfirmation/Geburtstag, Namensbilder, Familienstempel und noch viel mehr“, erklärt Nicole. In ihrem Laden gibt es auch Postkarten, Glückwunschkarten, Trauerkarten, Drucke, Stempel, Notizhefte und -blöcke. Außerdem Siebdruckarbeiten, die in ihrer Werkstatt entstanden sind.

Beliebt sind auch die Siebdruckkurse im „Frieda-Werkstattladen“: Neben offenen Terminen für Einzelpersonen hat sich etabliert, dass Gruppen die komplette Werkstatt für sich buchen. Anlässe gibt es genug: Geburtstage, Familienfeiern, Betriebsfeiern und nicht zuletzt Junggesell:innenabschiede. 

Nicole legt bei ihrem Geschäftsmodell großen Wert auf Nachhaltigkeit: „Meine Farben sind wasserbasiert, ich verzichte wo es geht auf Chemie.“ Ihre Printsachen werden klimaneutral gedruckt und in den Siebdruckkursen werden u. a. nachhaltige Jutetaschen und Stoff-Beutel für den Obst- und Gemüseeinkauf bedruckt.

(Screenshot: nebenan.de)

Damit die Nähe zu den Nachbar:innen trotz der etwas abgelegener Lage im Viertel weiter wachsen kann, nutzt Nicole das Gewerbeprofil von nebenan.de.

Hier stellt sie sich und ihren „Frieda-Werkstattladen“ vor, teilt Angebote und informiert über die nächsten Siebdruckkurse.

Viele Menschen aus der Nachbarschaft waren schon im Laden – zu einem Kurs, einfach so oder mit Grafikaufträgen.

 „Für zwei Paare aus der Straße habe ich die Hochzeitseinladungen gemacht, die Hebammenpraxis drei Häuser weiter hat von mir einen schicken Praxisflyer bekommen.“ Der Zusammenhalt in der Nachbarschaft funktioniert auch privat sehr gut, erzählt Nicole: 

Es ist schön, wie hier miteinander umgegangen wird: Man nimmt Pakete füreinander an und ich werde angerufen, wenn ich vergessen habe ein Fenster zu schließen.

Hast du auch ein lokales Gewerbe und möchtest Anwohner auf deine Angebote aufmerksam machen?
Dann erstelle jetzt dein Gewerbeprofil bei nebenan.de, Deutschlands größtem Netzwerk für Nachbarn.

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Johanna Meinel | nebenan.de

Johanna Meinel unterstützt das Kommunikationsteam von nebenan.de seit April 2018. Unter anderem beschäftigt sie sich mit Begegnungsformaten in der Nachbarschaft – online und offline.

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